FILMTITEL
HINTER DER KAMERA
PRODUKTION
Pinkmovies
JAHR
2021
AUTOR:IN
Monica Lek, Irene von Alberti, Nadja Frenz
KAMERA
Monica Lek, Jacob Bestgen, Konrad Schlaich, Bea Müller, Torben Müller
SCHNITT
Silke Botsch, Sebastian Harnack, Ulrich Skalicky, Lilli Thalgott

Kein Film ohne Bild – Eine komplette Sendung über Bildgestaltung und die Menschen hinter der Kamera. Wir sprechen mit Sophie Maintigneux, Christine A. Maier, Zamarin Wahdat und Monica Lek, allesamt national und international sehr erfolgreiche Kamerafrauen.

KURZ-INFO: MONICA LEK

Monica Lek, Fotografin, Filmemacherin, Kamerafrau, Reisende. Ihre Fotografin erinnern in ihrer Intensität an die frühen Arbeiten von Wolfgang Tillmann und Nan Goldin: direkt und berührend. Einblicke schenkend. Lek lebt und arbeitet in Los Angeles. Ihr Film AND SHE HISSES ist eine Hommage an die Liebe und die Zeit, die Erinnerung und Bewegung und damit an das Kino selber. Lek gibt uns eine Idee vom Machen des Films und ihrem Blick auf die Welt.

BEGEGNUNG: SOPHIE MAINTIGNEUX & CHRISTINE A. MAIER

Der letzte Film, bei dem Christine A. Maier Kamera geführt hat ist gerade im Rennen für den besten fremdsprachigen Film: QUO VADIS, AIDA von Jasmila Žbanić. Die Filmemacherin und Produzentin Irene von Alberti spricht mit den Bildgestalterinnen und Kamerafrauen Christine A. Maier und Sophie Maintigneux in Berlin über deren Filme und Leben. Beide Frauen haben den europäischen Art House Kinofilm der letzten Dekaden entscheidend mitgeprägt: die Filme von Barbara Albert, Marcel Gisler, Hans Weingartner,Helga Reidemeister, Philip Gröning, Ruth Mader, Amie Siegel und nicht zuletzt Jasmila Žbanić, sind nicht zu denken, ohne deren gewaltige und zugleich körperlich zarte Bildwelten. Preisgekrönt für ihre Arbeit sind beide Kamerafrauen. Im Gespräch mit Irene von Alberti geht es um Haltung und Einstellung, über Blickwinkel und Bewegung, über Entscheidungen und Mut und über wahre Leidendschaft. Der Blick auf Welt- die Inszenierung folgt der Kamera, die Kamera folgt der Inszenierung und im Zwischenraum: die Auseinandersetzung um das zu Sehende, den Ausschnitt, Licht und Schatten.

PORTRAIT: ZAMARIN WAHDAT

Der Oscar, Sundance- was kommt als Nächstes? Die junge Kamerafrau und Regisseurin Zamarin Wahdat hat beim Sundance Film Festival im Januar 2021 mit ihrem Debutfilm BAMBIRA den Preis für den besten internationalen Kurzfilm gewonnen. Schon 2020 gewinnt der Film LEARNING TO SKATEBOARD IN A WARZONE für den Whadat die Kamera gemacht hat, den Oscar für den besten Dokumentarkurzfilm. LEARNING TO SKATEBOARD IN A WARZONE, in Kabul gedreht, erzählt von Mädchen, denen Lesen und Schreiben vor allem das Skateboardfahren beigebracht wird. Selbstermächtigung. Auch ein Thema von Zamarin Whadat. Sie ist sehr jung mit ihren Eltern aus Afghanistan nach Hamburg gekommen. In ihrem Film BAMBIRAK verhandelt Wahdat den alltäglichen Rassismus, der einem jungen Mädchen in Hamburg widerfährt. Zur Zeit dreht Whadat in der Regie von Mia Spengler ein urddeutsches Format: den Tatort.
Warum sie heute dort ist, wo sie ist, welche Bedeutung der Hafen für sie hat und warum die Morgende mit ihrem Vater im Flüchtlingsheim neue Räume für sie eröffnet haben, darüber spricht Zamarin Wahdat mit Nadja Frenz, Autorin und Filmemacherin im Interview für Kurzschluss.

Redaktion: Catherine Colas

DANK: Vincent TV, Filmgalerie 451