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Women on Fire I: A Gun for Jennifer

1997 dreht der Regisseur Todd Morris nach dem Drehbuch von Deborah Twiss, die auch die Hauptrolle spielt, sein kontrovers diskutiertes, auf den Index gesetztes Debut!

Allison, die nach jahrelangem Missbrauch ihren Mann im Affekt erstochen hat, flüchtet nach New York und gerät nach anfänglicher Aversion in den Bann einer Gang. Diese Gang führt Rachefeldzüge gegen Männer durch. Der Anfang mutet harmlos an, gegen das, was kommt- die Rachefeldzüge gegen die Männer werden immer größenwahnsinniger. Es geht den Vergewaltigern ans Leder. Die Kastration zu Beginn ist kein Ausrutscher, sondern erklärtes Programm dieser Frauengang. A GUN FOR JENNIFER: direkt, energiegeladen und physisch – und in seiner feministischen Haltung kompromisslos. Die vehemente Verbindung aus ultrahartem Feminismus mit wildester B-Movie-Ästhetik und expliziter Gewalt machen diesen Film zum Kultfilm. Ein Film, der die Fans weltweit zugleich beeindruckte und verstörte. RADIKAL BRUTAL. Wütend. Wichtig. 16mm explodiert auf der Leinwand in blutiges Rot.Eine Orgie der feministischen Gewalt, basierend auf harten Fakten. In all seinem Scheitern bietet der FIlm die Möglichkeit neu und anders auf Gewalt und Gegengewalt zu schauen.

20.09.2014 · Golem, Hamburg

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